Sollte ich mir Sorgen machen, mein Baby zu verwöhnen?

Nein. Junge Babys sind völlig verwöhnungsresistent. Ihr Baby braucht all die Fürsorge und Aufmerksamkeit, die Sie ihm geben können. Ignorieren Sie die Ratschläge wohlmeinender Verwandter, die meinen, Babys müssten Unabhängigkeit lernen. Hören Sie stattdessen auf Ihren elterlichen Instinkt – auf die innere Stimme, die Ihnen sagt, dass Sie Ihr Baby trösten sollen, wenn es weint.

„Verwöhnte Kinder“ haben gelernt, durch negatives Verhalten zu bekommen, was sie wollen. Aber Ihr Baby ist zu jung, um Sie absichtlich zu manipulieren oder zu ärgern. Es schreit, um seine Bedürfnisse mitzuteilen, sei es nach einem Snack, einer trockenen Windel oder ein bisschen Kuscheln mit Mama oder Papa. Wenn Sie schnell auf Ihr Baby reagieren, stärken Sie sein Selbstwertgefühl. Sie schaffen auch eine Vertrauensbasis, die über Jahre hinweg Bestand haben kann.

Wenn Sie Ihrem Baby sofort Aufmerksamkeit schenken, fühlt es sich sicherer und weniger ängstlich, was ihm den Mut gibt, die Welt auf eigene Faust zu erkunden. Und wenn es erst einmal verstanden hat, dass Sie seine Schreie ernst nehmen, wird es seltener ohne Grund weinen. Wenn Sie schnell auf die Bedürfnisse Ihres Babys eingehen, wird es auf lange Sicht weniger anhänglich und anspruchsvoll, nicht mehr.

Mit 6 bis 8 Monaten wird Ihr Baby genau auf Ursache und Wirkung achten und zum Beispiel bemerken, dass sein Napf herunterfällt, wenn er ihn vom Hochstuhl fallen lässt. Es wird auch beginnen, eine direkte Verbindung zwischen seinen Handlungen und Ihren Reaktionen zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt ist es in Ordnung, ihm Grenzen zu setzen. Wenn Ihr Baby zu weinen beginnt, um etwas zu bekommen, das es nicht braucht, bleiben Sie standhaft und umarmen Sie es, wenn es sich beruhigt hat. Umarmen und loben Sie es, wenn es sich gut benimmt, und leiten Sie es sanft um, wenn es etwas Gefährliches tut.

Die richtige Mischung aus Liebe und Anleitung wird Ihrem Kind schließlich helfen, seinen Platz in der Welt zu verstehen. Aber im Moment sollten Sie sich darauf konzentrieren, ihm so viel Aufmerksamkeit und Trost zu geben, wie Sie können. Egal, wie viel Sie ihm geben, es ist nicht mehr, als es braucht.

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