Eigenkapitalrendite (ROE)

Die Eigenkapitalrendite (ROE) ist der Betrag des Nettogewinns in Prozent des Eigenkapitals. Sie gibt an, wie viel Gewinn ein Unternehmen im Vergleich zum gesamten bilanziellen Eigenkapital erwirtschaftet hat.

Die Eigenkapitalrendite ist eine der wichtigsten Finanzkennzahlen und Rentabilitätskennziffern. Sie wird oft als die ultimative Kennzahl oder die „Mutter aller Kennzahlen“ bezeichnet, die sich aus dem Jahresabschluss eines Unternehmens ableiten lässt. Sie misst, wie rentabel ein Unternehmen für den Eigentümer der Investition ist und wie gewinnbringend ein Unternehmen sein Eigenkapital einsetzt.

Berechnung (Formel)

Die Eigenkapitalrendite wird berechnet, indem die Gewinne eines Jahres durch das durchschnittliche Eigenkapital dieses Jahres geteilt werden. Sie wird in Prozent ausgedrückt:

ROE = Jahresüberschuss nach Steuern / Eigenkapital

Anstelle des Jahresüberschusses kann auch das Gesamtergebnis in den Zähler der Formel eingesetzt werden (siehe Gesamtergebnisrechnung).

Die Eigenkapitalrendite kann auch berechnet werden, indem der Jahresüberschuss durch das durchschnittliche Eigenkapital geteilt wird; genauer ist es, die Kennzahl auf diese Weise zu berechnen:

ROE = Jahresüberschuss nach Steuern / durchschnittliches Eigenkapital

Das durchschnittliche Eigenkapital wird berechnet, indem das Eigenkapital zu Beginn einer Periode zum Eigenkapital am Ende der Periode addiert und das Ergebnis durch zwei geteilt wird.

Eine gängige Methode, die Eigenkapitalrendite in drei wichtige Komponenten zu zerlegen, ist die DuPont-Formel, die auch als Modell des strategischen Gewinns bekannt ist. Die Aufteilung der Eigenkapitalrendite in drei Teile erleichtert das Verständnis der Veränderungen der Eigenkapitalrendite im Laufe der Zeit.

Eigenkapitalrendite (DuPont-Formel) = (Reingewinn / Umsatz) * (Umsatz / Gesamtvermögen) * (Gesamtvermögen / Eigenkapital) = Nettogewinnspanne * Vermögensumschlag * Finanzieller Verschuldungsgrad

Normen und Grenzen

Historisch gesehen liegt die durchschnittliche Eigenkapitalrendite bei 10 % bis 12 %, zumindest in den USA und im Vereinigten Königreich. Für eine stabile Wirtschaft werden ROEs von mehr als 12-15% als wünschenswert angesehen. Die Kennzahl hängt jedoch stark von vielen Faktoren wie der Branche und dem wirtschaftlichen Umfeld (Inflation, makroökonomische Risiken usw.) ab.

Je höher die Eigenkapitalrendite, desto besser. Aber eine höhere Eigenkapitalrendite bedeutet nicht unbedingt eine bessere finanzielle Leistung des Unternehmens. Wie oben in der DuPont-Formel gezeigt, kann die höhere Eigenkapitalrendite das Ergebnis einer hohen finanziellen Verschuldung sein, aber eine zu hohe finanzielle Verschuldung ist gefährlich für die Solvenz eines Unternehmens.

Genaue Formel in der Analysesoftware ReadyRatios

ROE (Version Nettogewinn) = F2*(365/NUM_DAYS)/((F1 + F1)/2)

ROE (Version Gesamtergebnis) = F2*(365/NUM_DAYS)/((F1 + F1)/2)

F2 – Gesamtergebnisrechnung (IFRS).
F1, F1 – Bilanz (am Anfang und am Ende des analysierten Zeitraums).
NUM_DAYS – Anzahl der Tage im untersuchten Zeitraum.
365 – Tage im Jahr.

Branchen-Benchmark

Hier finden Sie unser Branchen-Benchmarking, das auf der Grundlage von US-SEC-Daten berechnet wurde und Durchschnittswerte für ROE-Kennzahlen enthält.

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