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Quantitative und qualitative Projektrisikoanalyse: Wie unterscheiden sie sich?

  • Copper Team
  • Oktober 16, 2017
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Die Risikobewertung ist ein wesentlicher Schritt der Projektplanung. Eine detaillierte Risikoanalyse hilft dem Projektleiter, die mit dem Projekt verbundenen Bedrohungen besser zu verstehen. Die Aktivität hilft bei der Bewertung verschiedener Arten von Gefahren und dem Ausmaß, in dem sie die Projektergebnisse beeinträchtigen können.

Eine gute Risikoanalyse hilft dabei, Einblicke in die Faktoren zu erhalten, die sich negativ auf das Projekt auswirken können. Sie kann dabei helfen, proaktive Schritte zur Überwindung der Hindernisse zu unternehmen und einen erfolgreichen Projektabschluss zu gewährleisten.

In diesem Artikel werden zunächst die beiden Arten von Projektrisikoanalyseverfahren erläutert und dann die Unterschiede zwischen den beiden Methoden aufgezeigt.

Qualitative Risikobewertung

Die qualitative Risikobewertung wird in der fünften Ausgabe des PMBOK Guide als der Prozess der Identifizierung und Priorisierung von Risiken für die weitere Bewertung definiert. Es werden verschiedene Arten von qualitativen Risikobewertungstechniken verwendet. Zu den gängigen Methoden der qualitativen Risikobewertung gehören die folgenden.

  • Interviewing
  • Brainstorming
  • Delphi-Technik
  • SWOT-Analyse
  • Wurzel-Ursachen-Analyse
  • Annahme-Analyse
  • Wahrscheinlichkeits- und Auswirkungsmatrix
  • Expertenurteil
  • Schedule Risikoanalyse

Quantitative Risikobewertung

Die quantitative Risikoanalyse wird in der fünften Ausgabe des PMBOK Guide definiert als der Prozess der numerischen Analyse von Risiken mit dem Ziel, ihre Auswirkungen auf das Projektergebnis zu ermitteln. Dabei wird den Risiken eine quantitative oder numerische Bewertung zugewiesen, die die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens widerspiegelt.

  • Sensitivitätsanalyse
  • Erwarteter Geldwert (EMV)-Analyse
  • Modellierung &Simulation
  • Kostenrisikoanalyse
  • Breakeven-Analyse

Was sind die Unterschiede zwischen den beiden?

Das Ziel sowohl der qualitativen als auch der quantitativen Risikoanalyse ist es, Risiken zu ermitteln. Allerdings ist die qualitative Risikoanalyse eher subjektiv, während die quantitative Risikobewertung objektiver ist. Bei der qualitativen Analyse kann es zu einer subjektiven Verzerrung kommen. Dies ist bei der quantitativen Analyse nicht der Fall.

Ein weiterer grundlegender Unterschied zwischen quantitativer und qualitativer Risikoanalyse besteht darin, dass erstere die Gesamtprojektrisiken berücksichtigt, während letztere die spezifischen Risiken für das Projekt bewertet. Die Gesamtprojektrisiken ergeben sich aus den Korrelationen und Interdependenzen der verschiedenen Risiken. Sie beziehen sich auf das Gesamtprojekt und nicht auf einzelne Aktivitäten.

Schlussfolgerung

Jeder Projektleiter und jeder Unternehmer sollte wissen, wie man qualitative und quantitative Risikobewertungsinstrumente einsetzt, um die mit einem Projekt verbundenen Risiken herauszufinden. Sie müssen verstehen, wie sich die beiden Methoden der Risikoermittlung unterscheiden und welche Verzerrungen bei der Risikoberechnung auftreten können. Dies ist nicht nur etwas Optionales, sondern sollte ein wesentlicher Bestandteil des Projektmanagements sein.

In dieser Hinsicht kann eine Online-Software für das Arbeitsmanagement eine große Hilfe sein. Die Software kann bei der Identifizierung potenzieller Risikobereiche helfen und es ermöglichen, proaktive Schritte zu unternehmen, um die Auswirkungen der Risiken zu minimieren.

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